
Die genauen Machtverhältnisse in Niger sind weiter unklar. Offiziere der Präsidentengarde hatten den demokratisch gewählten Präsidenten Bazoum am Mittwoch in seinem Palast festgesetzt und die Machtübernahme verkündet. Gestern schloss sich die Armee des Landes den Putschisten an.
Bundeswehr-Abzug in Mali wie geplant
Mit Blick auf den Abzug der Bundeswehr aus dem Nachbarland Mali sagte der außenpolitische Sprecher der SPD, dieser sei nicht gefährdet. Niger habe aus seiner Sicht kein Interesse daran, die Minusma-Mission zum Gegenstand einer Auseinandersetzung zu machen.
Folgen für die EU noch offen
In den Nachbarländern Mali und Burkina Faso hatten Militärregierungen nach gewaltsamen Machtübernahmen die Beziehungen zum Westen abgebrochen und sich Russland angenähert. Chatterjee verwies auf die Bedeutung des Niger als Transitland für Flüchtlinge. Russland habe Frankreich aus der Region nahezu vertrieben, meinte Chatterjee. Dabei sei die Sahel-Zone unter anderem wegen der Uran-Vorkommen für Frankreich wichtig. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg und der das Aussetzen des Getreideabkommens für die Ukraine sagte Chatterjee, Moskau wolle sich diese Situation zu nutze machen.
Diese Nachricht wurde am 28.07.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
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