Wie Vergewaltigungsopfer retraumatisiert werden | tagesschau.de

Stand: 28.06.2023 06:00 Uhr

Nachher einer Vergewaltigung sollten Todesopfer dies Recht nach sich ziehen, von einer Person des gleichen Geschlechts untersucht und befragt zu werden. Doch in welcher Realität ist dies oft nicht welcher Kern – wie ein Denkmuster aus Brandenburg zeigt.

Eine Sommernacht im August 2022 in einem Berliner Pfannkuchen Vorort. Anja L.*s 16-jährige Tochter Mia* kommt von einer Party nachdem Hause. Sie verhält sich seltsam, will zunächst nicht reden. Doch dann bricht es aus ihr hervor: Sie wurde gen dem Rückweg von einem Mann vergewaltigt.

„Selbst habe meinen Mann geweckt und sofort die Polizei gerufen. Selbst hatte meine Tochter immer gen dem Dürftig und habe versucht, sie zu trösten. Dann ging was auch immer ganz schnell. Nachher ein paar Minuten war die Polizei für uns“, sagt die Schraubenmutter im Interview mit rbb24 Suche.

forensische Medizin durch zusammensetzen männlichen Oberarzt?

Nachher einer ersten Erhebung durch die Polizeibeamten fuhr die Familie zur Beweissicherung in die Festlich-von-Bergmann-Klinik in Potsdam. Dort ist die Frauenklinik gen die Beweissicherung nachdem Vergewaltigungsfällen spezialisiert. Doch in dieser Nacht ist nur ein männlicher Gynäkologe im Tätigkeit. „Selbst habe ihm dann erklärt, dass unsrige Tochter noch nie einer gynäkologischen Untersuchung unterzogen wurde und ich nicht zulassen würde, dass ein Mann sie nachdem einer Vergewaltigung untersucht“, berichtet Anja L. gut den Verlauf welcher Nacht.

Die Schraubenmutter gibt nicht nachdem. Schließlich springt ein Assistenzarzt ein. Dem Wunsch welcher Schraubenmutter wird entsprochen, quasi sollte welche Untersuchung jedoch von erfahrenem Personal mit fachärztlicher Expertise durchgeführt werden. Denn dies Ergebnis muss letztlich vor Tribunal qua Beweismittel Vorrat nach sich ziehen.

Welcher Chefarzt steht vor einem Dilemma

Niemand könne garantieren, dass im Potsdamer Klinikum Tag und Nacht eine Ärztin mit welcher nötigen Expertise im Pfand sei, erklärt Dorothea Fischer, die Chefärztin welcher Frauenklinik. „Dasjenige würde aus unserem Kader gar nicht klappen. Dasjenige würde bedeuten, dass wir fühlbar mehr Fachärzte oder Oberärzte im Team nach sich ziehen müssten, die dies dann können.“

Pro die Beweissicherung ist ein gewisses Pegel an Erleben wichtig. Von dort ist dies Team fernerhin speziell geschult. Wenn unerfahrene Ärzte Spuren vergessen oder nicht dokumentieren, sei dies schlecht zu Händen dies Todesopfer, sagt welcher Chefarzt. „Es ist ein absolutes Dilemma. Selbst wünsche mir, dass wir in Deutschland immer die Möglichkeit nach sich ziehen, weiblichen Opfern zusammensetzen Doktor zur Verfügung zu stellen, welcher gut eine radikal gute Fachkompetenz verfügt.“ Doch es mangelte an Geld und Mitarbeitern.

Engagement zu Händen den Opferschutz gefordert

Nachher welcher Strafprozessordnung soll dies jedoch möglich sein, wenn dies Todesopfer dies wünscht. Konkret heißt es in § 81d, dass dem Wunsch, die Untersuchung durch eine Person des gleichen Geschlechts realisieren zu lassen, soweit wie möglich entsprochen werden soll. Es besteht jedoch kein Rechtsanspruch darauf.

Die Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ fordert von dort, dass die unverbindliche Regulation zur Pflicht wird. „Wenn ein junges Mädchen ohne Rest durch zwei teilbar von einem Mann vergewaltigt wurde und dann eine Stunde später in welcher Klinik zusammensetzen anderen Mann trifft, welcher Beweise sichern soll – wenn auch er zusammensetzen weißen Kittel trägt, sollte dies nicht welcher Kern sein“, sagt Martin Gronwald von welcher Brandenburger Landesstelle des „Weißen Rings“.

Er schlägt von dort vor, dass die Polizei zunächst für den Kliniken nachfragt, in denen ein Doktor im Tätigkeit ist, welcher die Untersuchung realisieren kann. Brandenburg ist nicht dies einzige Land, in dem die Regulation welcher Strafprozessordnung nicht verbindlich umgesetzt wird. Bisher, so die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage von rbb24 SucheDieser Standard ist in keinem Land etabliert.

Es besteht keine Verpflichtung, eine weibliche Beamtin zu nach sich ziehen

Untergeordnet Mias Schraubenmutter muss zu Händen die Erfolg des Opferschutzes ringen. Um 8 Uhr morgens, nachdem die Spurensicherung gesichert ist, fragt ein Polizist, ob dies Mädchen sich noch zu Händen eine Erhebung durch die Polizei in welcher Position fühle. Die Schraubenmutter stimmt zu, besteht nichtsdestoweniger gen einem Vernehmer. Welcher Polizist reagierte rigoros: „Dann sagte er wortwörtlich zu mir: ‚Hör zu, junge die noch kein Kind geboren hat. Dasjenige ist kein Wunschkonzert. Wir zeugen, welches ich sage.‘“ Doch Anja L. besteht darauf. Am Finale befragten zwei Frauen welcher Polizei Mia im Beisein ihrer Schraubenmutter.

In einer internen Handlungsempfehlung weist die Polizei Brandenburg darauf hin, dass Vergewaltigungsopfer nachdem Möglichkeit von einer Beamtin befragt werden sollten. Solche polizeilichen Handlungsempfehlungen gibt es in den meisten Bundesländern. Dasjenige geht aus einer bundesweiten Umfrage hervor rbb24-Recherche. Daraus ergibt sich jedoch nicht zwangsläufig eine Verpflichtung. Lediglich dies LKA Hamburg antwortet, dass weibliche Todesopfer in welcher Regel von Kolleginnen befragt würden. Solange wie nicht unähnlich gewünscht.

Retraumatisierung qua Zeuge vor Tribunal

Sechs Monate später muss Mia erneut vor Tribunal behaupten. „Man kann sich ungefähr vorstellen, welches dies zu Händen ein 16-jähriges Mädchen bedeutet“, sagt Anja L. „Sie soll Fragen beantworten, die mit einem wahnsinnigen Trauma zu tun nach sich ziehen. Und dies, während völlig fremde, übrigens meist Männer, Um sie herum zu sitzen? Dasjenige ist traumatisch.“

Um dem Mädchen dies zu ersparen, hatte welcher Familienanwalt mehrere Monate vor welcher Gerichtsverhandlung eine Videoverhandlung durch den Richter beantragt. Indem soll vermieden werden, dass insbesondere minderjährige Todesopfer vor Tribunal behaupten zu tun sein. Doch welcher zuständige Richter reagierte nicht gen die Antrag. Sie stand von kurzer Dauer vor welcher Ruhestandsversetzung und hatte keine Erleben damit.

Videoverhör qua gängige Realität

Welcher Wortlaut welcher Strafprozessordnung lässt Richtern und Staatsanwälten Ermessensspielräume. Sie sind es, die letztlich darüber entscheiden, ob sie im Motivation welcher Todesopfer handeln oder nicht. Während Videoverhöre in Bundeshauptstadt inzwischen gängige Realität sind, sind sie wie in Brandenburg weniger verbreitet. Zur 7-Sep kann dies Justizministerium in Potsdam keine Daten zeugen: Eine statistische Erfassung welcher Anordnungen erfolgt nicht.

Roland Weber, Opferbeauftragter in Bundeshauptstadt, hatte sich mehrjährig zu Händen die Tutorial welcher Videovernehmung in welcher Kapitale eingesetzt. Die Erfahrungen sind sehr gut. „Es kommt kaum noch vor, dass wir mit minderjährigen Opfern oder Opfern von Sexualdelikten vor Tribunal möglich sein zu tun sein“, sagt Weber.

Dass dies landesweit nicht immer funktioniert, liegt fernerhin daran, dass Richter und Staatsanwälte im Umgang mit Opfern von Sexualstraftaten nicht genug geschult sind, sagt Katharina Göpner vom Bundesvereinigung welcher Frauenberatungsstellen. Sie fordert von dort, „dass es spezielle Staatsanwaltschaften und Gerichte schenken sollte, die sich dann gen die Erledigung solcher Fälle von Schmackes gegen Frauen verdichten.“

Finale Januar wurde Mias Vergewaltiger zu drei Jahren Gefängniszelle verurteilt. Dasjenige Mädchen leidet noch immer unter den psychischen Gehorchen welcher Gewalttat. Sie nimmt Antidepressiva und versucht, welche Nacht zu vergessen. Ihre Schraubenmutter hofft, dass sich die Mitwirkender in den zuständigen Institutionen stärker in die Position welcher Todesopfer hineinversetzen und in deren Motivation handeln. „Es gab viele Stellen, wo es eine Kannen-Situation war, wo man sich so oder so hätte entscheiden können“, sagt Anja L. am Finale des Interviews. „Im Gegensatz dazu es wurde nie beschlossen, die Sturm-und-Drang Zeit zu schützen.“

*Namen geändert


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